Zum Inhalt springen
Sasha (26)

Leise Stärke – „Wie Sebastian mich im Alltag mit ME/CFS unterstützt“

Sasha (26) lebt mit ME/CFS, Matthias ist die zugehörige Person. Sasha erzählt, wie Sebastian geholfen hat, Strukturen zu schaffen, ohne zu überfordern – und wie das beiden wieder Luft gibt.

Lächelnde Person mit kurzen schwarzen Haaren, Brille, schwarzem Hemd und schwarz-gelbem Blumenkimono.

„Leise Stärke“

Hallo, also ich bin Sasha, 26, und ich nutze keine Pronomen. ME/CFS hat mein Leben in den letzten Jahren ganz schön klein gemacht, ohne dass es sich von außen immer erklären lässt. Es sind nicht nur „schlechte Tage“. Es ist dieses ständige Abwägen: Was geht heute – und was reißt mich morgen aus der Bahn. Manchmal reicht schon ein bisschen zu viel reden, ein kurzer Anruf, ein paar Minuten zu lange stehen. Dann kommt dieser Crash, als hätte jemand den Stecker gezogen. Und das Gefühl, dem eigenen Körper hinterherzulaufen, weil er Regeln hat, die niemand sieht.

Matthias ist meine zugehörige Person und hat so viel aufgefangen. Aber irgendwann merkst du: Freundschaft allein ersetzt keine Kraft, kann keine Kraft ersetzen. Es frisst einfach so viel Energie, immer zu organisieren, zu beruhigen, zu hoffen, dass es diesmal nicht kippt. Und es macht einsam, wenn du ständig erklären musst, warum „nur kurz“ eben nicht kurz ist.

Dann kam Sebastian als Alltagshilfe. Und was von Anfang an anders war: Sebastian wollte mich nicht „motivieren“, sondern verstehen. Kein Antreiben, kein „du musst nur…“. Stattdessen: Ruhe. Klarheit. Ein Tempo, das zu meinem Körper passt. Sebastian fragt nicht fünf Dinge auf einmal, sondern eins. Wartet. Und wenn ich merke, dass es zu viel wird, ist das kein Drama, sondern einfach ein Stopp.

Sebastian hilft mir bei genau den Sachen, die sonst wie Steine im Weg liegen: Essen vorbereiten, Wäsche sortieren, den Müll rausbringen, kleine Einkäufe übernehmen, Unterlagen ordnen. Dinge, die banal klingen, aber bei mir schnell zu groß werden. Wenn Brain Fog kommt und ich Wörter suche oder mich nicht konzentrieren kann, bleibt Sebastian gelassen. Dann wird aus „Wir erledigen das jetzt“ ein „Wir machen heute nur den ersten Schritt“. Und das ist manchmal die ganze Rettung.

„Nicht alles schaffen – aber wieder atmen“

Das Beste ist nicht, dass plötzlich alles leicht ist. Das wäre gelogen. Das Beste ist dieses Gefühl, nicht mehr allein gegen den Alltag zu kämpfen. Sebastian bringt Struktur rein, ohne Druck. Matthias bekommt Luft, weil nicht mehr alles an einer Person hängt. Und ich habe wieder diese kleinen Momente, die vorher verschwunden waren: eine Tasse Tee ohne schlechtes Gewissen, ein ruhiges Gespräch, ein kurzer Schritt vor die Tür – oder auch einfach nur das Wissen, dass jemand da ist, der versteht, wenn es heute nicht geht.

Was ich an Sebastian besonders schätze: Es gibt keine neugierigen Fragen, kein Mitleid, keine Ungeduld. Nur Respekt. Und diese seltene Art von Wärme, die nicht laut ist, aber bleibt. Sebastian hat mir nicht mein altes Leben zurückgegeben. Aber Sebastian hat mir etwas zurückgegeben, das ich fast vergessen hatte: Würde im Alltag. Und die Aussicht, dass auch mit ME/CFS wieder Dinge möglich sind – nicht groß, aber etwas.

AlleFarben Alltagshilfe

Was du mit AlleFarben bekommst

Wir bieten dir praktische Hilfe und einen Umgang, der Vielfalt berücksichtigt. Wir sind respektvoll und besprechen alles klar mit dir, damit du dich in deinem Zuhause sicher fühlen kannst.

Ein älterer Mann in einem tropischen Hemd sitzt an einem unordentlichen Schreibtisch und blättert in einem Sammelalbum.

Respekt & Queersensibilität

Du musst dich nicht erklären. Wir achten auf einen diskriminierungsfreien Umgang und ein gutes Gefühl in deinem Zuhause

Zwei Frauen in einer Küche: eine trinkt Kaffee und die andere gießt Kaffee in eine Kaffeemaschine.

Alltagsnähe & Flexibilität

Du erhältst praktische Unterstützung, die sich ganz an deinem Alltag orientiert. Wir wissen, dass jeder Tag anders ist und möchten dir genau die Hilfe bieten, die du brauchst, ohne dich zu überfordern.

Ein lächelnder Mann telefoniert am Schreibtisch mit einem Computer und einem Notizbuch.

Klare Absprachen

Wir klären gemeinsam Bedarf, Umfang und Ablauf, damit Unterstützung verlässlich planbar wird.

Aus der Community – für die Community

Das Besondere an uns

Besonders LSBTI*-Personen berichten häufig von Diskriminierung, fehlender Sensibilität und mangelndem Verständnis in haushaltsnahen Dienstleistungen und Pflegekontexten. Wir kennen diese Erfahrungen aus unserem eigenen Leben – als lesbische, schwule, bi, trans und inter Personen und aus unserer langjährigen Arbeit im Bereich Pflege und Beratung. Wir haben AlleFarben Alltagshilfe gegründet, um eine verlässliche, diskriminierungsfreie und diversitätssensible Unterstützung zu bieten. Unsere Arbeit basiert auf Respekt, Transparenz und dem Wissen, wie wichtig ein sicherer Raum im eigenen Zuhause ist.

Ein Mann in schwarzem T-Shirt hält ein Schild mit der Aufschrift „Vielfalt Leben Vielfalt Pflegen“ bei einer Pride-Parade.

Wir sind Teil der LSBTI*-Community.

Wir wissen, worauf es ankommt, wenn Vertrauen und Respekt nicht verhandelbar sind – und arbeiten so, dass du dich nicht erklären musst.

Erfahrung aus Pflege & Beratung

Mehr als 10 Jahre Erfahrung in Pflegeberatung und Beratungskontexten, u. a. in der Schwulenberatung. Viele aus unserem Team haben in der Pflege gearbeitet und bringen Praxiswissen mit.

Vernetzt

Wir sind in Berlin und bundesweit vernetzt, um queere Pflege und queersensible Alltagshilfe sichtbar zu machen – Wir sind u. a. im Austausch mit BISS e. V., RUT Berlin, LesLeFam, Mann-O-Meter, der Schwulenberatung, etc.

Sichtbar

Wir bringen das Thema regelmäßig in die Öffentlichkeit – z. B. in Fachartikeln in der Siegessäule, auf Fachveranstaltungen, im Pflegepodcast „Mein Pflegecafé“ und in der Pflegeausbildung.

Engagiert

Wir engagieren uns im Austausch mit Politik und Fachstellen, z. B. mit Landespflegebeauftragten, und wirken an Strategien und Maßnahmen für mehr Sicherheit queerer Menschen im Gesundheitswesen mit.

Warum AlleFarben Alltagshilfe?

Deine Vorteile mit queersensibler Alltagshilfe in Berlin

§ 45a SGB XI anerkannt

Als anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag kannst du viele Leistungen über Pflegekassen-Leistungen abrechnen (z. B. Entlastungsbetrag).

Berlinweit verfügbar

Wir sind für dich da in Berlin! Unser Fokus liegt auf einer respektvollen und persönlichen Betreuung, die genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Sensibilität & Respekt

Unsere Helfer sind speziell geschult, um die Bedürfnisse der LSBTIQ+ Gemeinschaft zu verstehen und zu respektieren.

Passend zu deinem Alltag

Wir besprechen gemeinsam, welche Leistungen du brauchst und in welchem Rhythmus sie am besten zu dir passen.

Lokaler Bezug

Wir sind in den Pflege- und Unterstützungsstrukturen gut vernetzt. So tragen wir die Themen Alltagshilfe und queere Pflege weiter in die Community, zu anderen Unterstützungsangeboten und in die Politik.

Sicherheit & Vertrauen

Alle unsere Mitarbeiter sind sorgfältig ausgewählt, geschult und verfügen über die notwendigen Qualifikationen.

Wir sind stolz auf die positiven Rückmeldungen unserer Klientinnen und Klienten, die unsere einfühlsame und professionelle Unterstützung schätzen.

4.9/5
Basierend auf der letzten Kundenumfrage aus 11/2025 mit über 120 Rückmeldungen.Mehr Bewertungen hier
Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte unserer Kund:innen

Echte Geschichten von Menschen, die unsere fürsorgliche und respektvolle Alltagshilfe erfahren haben.

Renate erzählt uns, wie sie durch die Unterstützung von Betty nun verlässliche und respektvolle Hilfe zu Hause erhält.
Lächelnde ältere Frau mit grauem Haar, Brille und blauem Blumenmuster-Oberteil vor grünem Hintergrund.Renate (81)Seniorin | Berlin
Zum Erfahrungsbericht
Jürgen berichtet, wie ihn die Unterstützung im Alltag unterstützt. Die regelmäßige Begleitung hilft ihm, tägliche Aufgaben zu erledigen und trägt zu mehr Selbstständigkeit und mehr Lebensqualität bei.
Lächelnder älterer Mann in schwarzer Mütze und beigem Trainingsanzug mit weißen Streifen.Jürgen (76)Lebt seit 1988 mit HIV | Berlin
Zum Erfahrungsbericht
Sasha erzählt, wie die unterstützende Begleitung dabei hilft, nun alltagstaugliche Strukturen zu schaffen, ohne zu überfordern.
Lächelnde Person mit kurzen schwarzen Haaren, Brille, schwarzem Hemd und schwarz-gelbem Blumenkimono.Sasha (26)ME/CFS hat alles verändert | Berlin
Zum Erfahrungsbericht
Sie sind verheiratet und leben mit ihrem 7-jährigen Sohn Lio, der ADHS hat. Sie berichten, wie verlässliche Alltagshilfe ihre Familie entlastet und ihnen mehr Ruhe und Struktur im Alltag ermöglicht.
Zwei lächelnde Frauen machen ein Selfie mit einem Baby, das die eine Frau hält.Kathi (41) und Stefanie (48)mit ihrem Sohn Lio | Berlin
Zum Erfahrungsbericht
Gut zu wissen

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu unseren Dienstleistungen.

Bei ME/CFS kann schon geringe körperliche oder geistige Aktivität eine deutliche Symptomverschlechterung auslösen (häufig zeitverzögert) – diese Belastungsintoleranz wird oft als Post-Exertional Malaise (PEM) beschrieben. Deshalb planen wir Unterstützung so, dass sie deine Grenzen respektiert: kleine Schritte statt „alles auf einmal“, klare Pausen, wenig Reizbelastung und ein Tempo, das du jederzeit stoppen kannst. Ziel ist Stabilität im Alltag, nicht Leistungssteigerung. Oft helfen Checklisten, um die Alltagsorganisation zu strukturieren und zu planen.

Deine Anfrage an uns

Lass uns über deine Situation sprechen und Unterstützung finden

Wir sind für dich da, wenn du uns brauchst. Ob du Hilfe im Haushalt, eine Begleitung zu Terminen oder Unterstützung bei Ordnung und Unterlagen suchst: Unsere Alltagshilfen stehen dir zur Seite. Gemeinsam finden wir eine Lösung, die zu dir und deinem Alltag passt.

  • Individuelle Alltagshilfe in ganz Berlin
  • Zuverlässige Alltagshilfe
  • Transparente Preise ohne versteckte Kosten