Ich bin 76 Jahre alt, schwul und lebe seit über 30 Jahren mit HIV. In meinem Leben habe ich viel durchgemacht, und die Jahre haben Spuren hinterlassen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Früher war ich ein aktiver Teil der schwulen Community, aber in den letzten Jahren habe ich mich oft zurückgezogen. Ich vermisse ein bisschen die Zeit, in der "13" oder als ich noch mein Kosk in der Hauptstraße hatte. Jetzt fehlt mir oft die Energie, der Alltag wurde irgendwie komplizierter, und ich fühlte mich manchmal ziemlich verloren. Doch dann habe ich Andreas über die Pflegeberatung ennengelernt – und das hat alles verändert.
Andreas besucht mich jede Woche, immer mit einem offenen Ohr und einem Lächeln im Gesicht. Wir sitzen dann in meiner kleinen Wohnung, trinken einen Kaffee und reden über alles, was uns beschäftigt – mal ernste Themen, mal einfach nur Quatsch. Andreas hat die Fähigkeit, jede Begegnung für mich leicht und angenehm zu machen. Aber er hilft mir nicht nur mit der emotionalen Unterstützung. Besonders die ganzen Abrechnungen mit der Versicherung, die mir immer Kopfschmerzen bereitet haben, nimmt er mir ab. Ich habe keine Ahnung, wie er es macht, aber er behält immer den Überblick und sorgt dafür, dass alles korrekt abgewickelt wird. Das nimmt mir so viel Stress und gibt mir das Gefühl, wieder Kontrolle über mein Leben zu haben